Beruf / Berufsbild Fremdsprachenkorrespondentin

Angesichts der zunehmenden Bedeutung des Außenhandels und einer fortschreitenden Internationalisierung der Wirtschaft ist der Bedarf an qualifizierten Fremdsprachenkorrespondenten im In- und Ausland enorm und wird noch weiter zunehmen. Gerade auch kleine und mittelständische Unternehmen, die sich auf neuen Auslandsmärkten weiterentwickeln müssen, haben hohen Bedarf an sprachenversierten Fachkräften und Sachbearbeitern. 

Sprachen, Sachbearbeitung und Managementaufgaben

Das gute Beherrschen von zwei Fremdsprachen - und dies insbesondere auch im Bereich der Geschäftssprache - wird heute von vielen Firmen erwartet. Dennoch hat ein Fremdsprachenkorrespondent mehr Aufgaben im Büroalltag zu lösen als nur fremdsprachliche Geschäftsbriefe zu schreiben, zu übersetzen oder Geschäftspartner am Telefon zu betreuen. 

Da Sie nach der Ausbildung auch über gute Kenntnisse in Textverarbeitung (MS Office) verfügen, werden Sie mit wichtigen Sekretariatsaufgaben betraut. Und Sekretariat bedeutet heute in erster Linie nicht mehr Schreibarbeiten, sondern das Management von Terminen und der Umgang mit modernster Bürokommunikation.
Für Sie als Fremdsprachenkorrespondent bedeutet dies natürlich in erster Linie das Termin-Management von internationalen Kontakten und Geschäftsvorfällen. Selbständiges Arbeiten und Teamarbeit gehören hier zusammen wie zwei Seiten der gleichen Medaille.

Breiteste Einsatzbereiche

Fremdsprachenkorrespondenten werden heute in allen Bereichen der import- und exportorientierten Wirtschaft, in der Industrie, im Touristik- und Logistikbereich, in der Immobilienwirtschaft und bei Kanzleien ebenso wie bei Banken oder Versicherungen eingesetzt. Verbindendes Element sind dabei immer die notwendigen Fremdsprachenkenntnisse, weil alle diese Unternehmen international tätig sind.
Die Bandbreite an beruflichen Einsatzgebieten ist also im Vergleich zu anderen Berufsausbildungen sehr weit und läßt Ihnen viele Möglichkeiten, Ihre persönlichen Interessen und Persönlichkeitsprofile in den späteren Tätigkeitsbereich - ob er nun entsprechend Ihren Neigungen sozial, wirtschaftlich, rechtlich oder kreativ geprägt sein soll - einzubringen.

Erfolgsgeschichte eines Fremdsprachenberufs

Der staatlich geprüfte Fremdsprachenkorrespondent ist zu einer modernen Erfolgsgeschichte mit vielen weiterführenden Aufbauausbildungen geworden - und die richtige Antwort auf die Herausforderungen der zunehmenden Globalisierung unserer Wirtschaft. 
Hervorgegangen ist die Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondent aus dem früheren Auslandskorrespondenten. 1977 wurden die Berufsfachschulen für Fremdsprachenberufe in Bayern neu geordnet, 1984 gab es die erste Schulordnung und 1996-1998 entstanden die wegweisenden Lehrpläne im bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus - seinerzeit auch unter Mitwirkung der Würzburger Dolmetscherschule. Mittlerweile gibt es durch einen Beschluß der Kultusministerkonferenz KMK in Bonn (2006) sogar eine bundeseinheitliche Abstimmung unter den Berufsfachschulen. 
Daher besteht auch in den Unternehmen heute Einigkeit darin, dass eine zweijährige Vollzeitausbildung der beste Weg ist, um die notwendigen hohen und spezialisierten Fremdsprachenkenntnisse erwerben zu können.

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