Ausbildung Fremdsprachenkorrespondent/in

Voraussetzungen:

mittlere Reife (2 Jahre) oder Abitur (verkürzt auf 1 Jahr)

Dauer:

24 Monate (für Abiturienten auf 12 Monate verkürzbar)

Abschluss:

staatlich geprüfter Fremdsprachenkorrespondent

Kosten:

€ 240.- pro Monat (€ 5.760.- Gesamtausbildung); Windows-Notebook mit Office365 inklusive; Förderung nach BAföG möglich

Beginn:

12.09.2017

Traumberuf Fremdsprachenkorrespondent

Die schulische Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin bzw. zum Fremdsprachenkorrespondent in Würzburg zielt auf den bekanntesten und beliebtesten Fremdsprachenberuf.
Viele Unternehmen setzen heute bereits solide Fremdsprachenkenntnisse bei allen ihren Mitarbeitern voraus. Sie als Fremdsprachenkorrespondent sind jedoch der sprachliche Repräsentant Ihres Unternehmens nach außen. Schließlich ist jeder fremdsprachliche Geschäftsbrief eine Art "Visitenkarte" des Unternehmens, denn der Leser im Ausland schließt unbewußt von der sprachlichen Perfektion auf die Perfektion des verkauften Produkts ... 

Der Schwerpunkt der Ausbildung liegt im geschäftssprachlichen Bereich, wo Sie mit mindestens zwei Fremdsprachen gut vertraut und in der Lage sein sollen, kaufmännisch-wirtschaftliche Unterlagen von der Muttersprache in die beiden gewählten Fremdsprachen zu übersetzen und umgekehrt. Weiterhin sollen Sie Geschäftsbriefe in beiden Fremdsprachen entwerfen. Dazu gehört, dass Sie grundlegende kaufmännisch-wirtschaftliche Sachverhalte und Zusammenhänge verstehen, sehr gute Kenntnisse in Textverarbeitung vorweisen und auch die wirtschaftlichen, geographischen, gesellschaftlichen und kulturellen Verhältnisse der jeweiligen Fremdsprachenländer kennen.

Und wie bei allen Fremdsprachenberufen gilt auch für den Fremdsprachenkorrespondent: Der ständige Kontakt zu Menschen fremder Kulturen ist vielfach bereichernder und abwechslungsreicher als zahlreiche "klassische" Büro- und Verwaltungstätigkeiten.

Basics für Sprachtalente

Unsere "kleine Ausbildung" zum Fremdsprachenkorrespondenten hat sich in den letzten Jahren "gemausert" - mittlerweile sind über 100 Schüler in dieser traditionsreichen Ausbildung eingeschrieben. Der staatlich geprüfte Fremdsprachenkorrespondent ist seit über 40 Jahren als Fremdsprachenberuf bei Unternehmen etabliert und bundesweit anerkannt.

Die Ausbildung ist sowohl für Realschüler als auch für Abiturienten von hoher Attraktivität, weil sie 5 Kompetenzen vermittelt:

 

Sprachkompetenz in zwei Sprachen

Sie wählen eine Hauptsprache (ca. 15 h pro Woche) und eine Nebensprache (8h pro Woche). Hauptsprachen können wahlweise Englisch oder Spanisch (Spanisch ab Anfängerniveau) sein, Nebensprachen können Englisch, Französisch oder Spanisch (ab Anfängerniveau) sein. Sie werden von zahlreichen muttersprachlichen Übersetzer-/Dolmetschdozenten unterrichtet.

Unterrichtsfächer sind u.a. Grammatik, Wortschatz, Ausspracheschulung (Sprachlabor) und Training des Hörverstehens, Übersetzen allgemein- und fachsprachlicher Texte aus und in die Fremdsprachen, Auslandskunde sowie Geschäftskorrespondenz.
Neben Ihrer Allgemeinsprache wird auch unternehmensnahe Wirtschaftssprache perfektioniert sowie Sprechfertigkeit und eine Einführung ins Dolmetschen gegeben.

Die genaue Stundenverteilung entnehmen Sie bitte der Übersicht im Downloadbereich unten.
Im Rahmen unserer Wahlkurse können Sie zudem die Grundlagen einer 3. Fremdsprache ab Anfängerniveau lernen (2h / Woche; z.B. Italienisch).

Fachgebiet Wirtschaft

Das Fachgebiet Wirtschaft stellt Ihnen die Zusammenhänge des Wirtschaftslebens systematisch und zweisprachig vor. Sie benötigen dieses Hintergrundwissen, um Übersetzungstexte besser zu verstehen und auf unternehmensnahe Sprachanforderungen zu reagieren.

WORD, EXCEL und POWERPOINT / NEU: jetzt mit ECDL-Nachweis

Sie sollen neben Ihrer Sprachkompetenz auch Verwaltungskompetenz erwerben. Sie lernen Maschinenschreiben und den Umgang mit WORD (Layout, Autorenkorrektur), EXCEL, POWERPOINT und OUTLOOK. Damit sind Sie gut gerüstet für eine Mitarbeit im Verwaltungsbereich (Sekretariat) eines Untenehmens.

NEU: Seit dem Schuljahr 2015-2016 haben wir auch Module des Europäischen Computerführerscheins (ECDL) mit unserer IT-Ausbildung verknüpft. Die Prüfung in den Grundlagen IT wird als Schulaufgabe gezählt und vermittelt Ihnen einen zusätzlichen Qualifikationsnachweis, der Ihre Bewerbung weiter aufwertet.

Prüfung und Erfolg

Die Prüfung ist eine bayerische Zentralprüfung. Sie legen Prüfungen in der Haupt- und Nebensprache ab.
In der gewählten 1. Fremdsprache (hier als Beispiel Englisch) sind dies an 3 Prüfungstagen:

  • Übersetzung E > D Allgemeinsprache (45')
  • Übersetzung E > D Wirtschaftssprache (45')
  • Übersetzung D > E Wirtschaftssprache (45')
  • Geschäftskorrespondenz E > D > E (90')

In der 2. Fremdsprache (hier als Beispiel Französisch) sind dies:

  • Geschäftskorrespondenz und Stichwortbrief F > D > F (90')

Die mündliche Prüfung in der 1. Fremdsprache umfasst Konversation und Landeskundewissen (10') sowie Dolmetschen (20'), in der 2. Fremdsprache Konversation (20').

Die WDS erzielt beständig überdurchschnittliche Ergebnisse im Vergleich zum Bayernschnitt aller bayerischen Berufsfachschulen - darauf sind wir stolz.

Auslandspraktikum

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit zu einem Auslandspraktikum für die Dauer von 4 oder 8 Wochen. Die Auslandspraktika können in Spanien, Frankreich, England oder Irland während der Sommermonate absolviert werden. Sie werden mit einem Stipendium aus Brüssel (Leonardo) von ca. € 600-800.- pro Monat je nach Lebenshaltungskosten gefördert. 


Realschüler: Berufsausbildung zum FSK in 2 Jahren 

Sprachtalente an Realschulen finden nur schwer einen Ausbildungsberuf, der wirklich ihren Interessen und Neigungen entspricht. Denn die üblichen kaufmännischen Ausbildungsberufe setzen oftmals Schwerpunkte bei der "ungeliebten" Mathematik, und die Berufsschule unterrichtet Englisch nur als "Alibifach" ohne Tiefgang. 
Für Sprachtalente mit mittlerer Reife bietet sich daher die Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten an. Die Chancen für den Berufseinstieg nach 2 Jahren sind gut - und Aufbauausbildungen zum Übersetzer/Dolmetscher oder zum Europasekretär ESA ermöglichen sogar top-up-Bachelorabschlüsse. 
Gegenüber einem klassischen Ausbildungsberuf mit betrieblicher Lehre (3 Jahre) sparen Sie zudem ein ganzes Jahr. 

Unterschied IHK- oder staatliche Prüfung?

Die staatliche Prüfung ist immer zweisprachig angelegt (Haupt- und Nebensprache), die IHK-Prüfung meist nur einsprachig. Viele Unternehmen erwarten heute von Fremdsprachen-Experten jedoch eine zwei- oder sogar dreisprachige Ausbildung.

Der Nachweis der staatlichen Prüfung ist dann wichtig, wenn eine Zulassung zum Übersetzer/Dolmetscher oder zum Europasekretär ESA gewünscht wird. Zudem ist der staatliche Fremdsprachenkorrespondent im Ausland anerkannt (z.B. als US-High School Diploma mit Recht zum Besuch eines US-College).

Derzeit ist in Bayern noch kein Parallelerwerb der Fachhochschulreife möglich (analog zum Kaufmännischen Berufskolleg Fremsprachen in Baden-Württemberg). Dies ist jedoch im Schulversuch und wird den Fremdsprachenkorrespondent in Zukunft weiter aufwerten.

Fremdsprachenkorrespondent oder betriebliche Lehre?

Fremdsprachenkorrespondent ist eine schulische Ausbildung. Hierfür sprechen: 

  • Englisch an der Berufsschule ist bei weitem nicht vergleichbar mit der hohen, zweisprachigen Sprachkompetenz, die Sie in der schulischen Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondent mit Muttersprachlern erwerben
  • Zudem bilden nur noch 20% der kleinen und mittleren Unternehmen selbst aus (Stand 2013), weil der zeitliche und finanzielle Aufwand zu groß geworden ist. Gesucht ist der "fertig ausgebildete Mitarbeiter", z.B. als Fremdsprachenkorrespondent
  • Auf Seiten der Realschüler läßt das Interesse an betrieblicher Handwerksausbildung nach. Gefragt sind "saubere Bürojobs" in der Verwaltung. Fremdsprachen machen unter den Bürojobs dank des Kontakts zu anderen Kulturen den Unterschied aus. Sie sind persönlich sehr bereichernd und erweitern den eigenen Horizont auch besser als in einem Ausbildungsbetrieb
  • Mit der schulischen Ausbildung beginnen Sie Ihre Karriere in einem Unternehmen nicht als Azubi, sondern als voll ausgebildeter Mitarbeiter - und vermeiden damit die "klassischen" Konflikte im Ausbildungsbetrieb. Der Fremdsprachenkorrespondent wird deshalb dann gerne gewählt, wenn Schule bisher schon Spaß gemacht hat
  • Mit der schulischen Ausbildung legen Sie sich - im Gegensatz zur betrieblichen Lehre - nicht sofort auf die Branche Ihres Ausbildungsbetriebs fest. Fremdsprachenkorrespondenten können in vielen Branchen arbeiten
  • Übrigens: nach einer kaufmännischen betrieblichen Lehre wird der Fremdsprachenkorrespondent gerne auch als 2. (= schulische) Ausbildung gewählt (Doppelausbildung)

Berufsperspektiven und Aufstiegschancen?

Fremdsprachenberufe sind branchenunabhängig. Mit Sprachen können Sie bei Behörden, Kirchen und Verbänden, Wirtschaftskanzleien, Hotelketten oder Medien arbeiten - Krisen in einer Branche können Ihnen wenig anhaben. 

Die Globalisierung zwingt zunehmend auch kleine und mittlere Unternehmen, sich Auslandsmärkte zu erschließen. Hier sind Fremdsprachenexperten gefragt, die von Zollformalitäten über Auslandsmessen bis hin zur Betreuung von ausländischen Delegationen Sprachen perfekt beherrschen. 

Zudem bietet der staatlich geprüfte Fremdsprachenkorrespondent zahlreiche Möglichkeiten zur fachlichen Weiterentwicklung an:

  • Übersetzer/Dolmetscher (3 Jahre) an der WDS
  • Europasekretär ESA (2 Jahre) an der WDS
  • Fremdsprachenkorrespondent mit zwei Hauptsprachen (1 Jahr an der WDS). Ihre bisherige Nebensprache SP oder E wird dann zur 2. Hauptsprache aufgewertet
  • Fachlehrer Englisch-Sport oder Kommunikationstechnik an Haupt- und Realschulen (2 Jahre), z.B. in Ansbach
  • natürlich BOS/FOS (Fachhochschulreife) 
  • berufliche IHK-Weiterbildungen zum Fachwirt oder
  • betriebliche Lehre als Zweitausbildung (2+2 Jahre) bei einer Weltfirma

 

 

akademischer Bachelor mit mittlerer Reife ("2+3")?

Auch mit mittlerer Reife können Sie Ihre Chancen auf ein akademisches Unidiplom wahren. Über unsere Ausbildungen zum Übersetzer/Dolmetscher (3 Jahre) und zum Europasekretär ESA (2 Jahre) - gute Noten als Fremdsprachenkorrespondent vorausgesetzt - können Sie im In- und Ausland an Hochschulen einen akademischen Bachelorabschluss ablegen. 

Wir bieten Ihnen durch Kooperation mit der HFH aber auch die Möglichkeit, über ein Fernstudium (Zertifikatsstudium) an der WDS direkt einen Bachelor anzustreben. Mit einzelnen BWL-Modulen (Dauer: je 6 Monate, Zeitbelastung 2-4h  pro Woche im begleiteten Selbststudium) werten Sie Ihre Prüfung zum Fremdsprachenkorrespondenten bereits auf. Ohne Zeitvorgaben können Sie dann später weitere Module ablegen und im Fernstudium berufsbegleitend einen akademischen Bachelor ablegen. Wir zeigen Ihnen, wie es geht.

Oftmals sind Unternehmen auch bereit, Ihre akademische Weiterbildung im Fernstudium finanziell zu unterstützen. 

beruflicher Doppelabschluss in 2 Traumberufen ("2+2")?

Mit der Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten haben Sie die Möglichkeit, auch Traumberufe in der betrieblichen Lehre bei Weltfirmen (EADS, Siemens) zu ergattern, die bislang eher Abiturienten vorbehalten waren. Ihre hohe Sprachkompetenz und Ihre bereits abgeschlossene schulische Ausbildung sind wichtige Pluspunkte im betrieblichen Bewerbungsverfahren. Zudem wird üblicherweise eine anschließende betriebliche Lehre von 3 auf 2 Jahre verkürzt.

Mit 2 Jahren Fremdsprachenkorrespondent und 2 Jahren betrieblicher Lehre können Sie in 4 Jahren also einen sprachlichen und einen kaufmännischen Abschluss erwerben und vielleicht bei einer Weltfirma einsteigen - mit einem Doppelabschluss sind Sie für jedes Unternehmen ein hochattraktiver Bewerber!

mittlere Reife - und dann? Sprachausbildung oder Abitur

Mit mittlerer Reife stehen Realschülern viele Wege offen - u.a. auch das Ziel Berufsausbildung oder Abitur. Die Entscheidung zwischen sprachlicher Berufsausbildung oder (Fach-)Abitur hängt immer von persönlichen Voraussetzungen ab. Beide Wege sprechen aber Schüler mit überdurchschnittlichen Noten an ... 

Für eine Schullaufbahn zum Abitur (FOS/BOS in Bayern, Kaufmännisches Berufskolleg in Baden-Württemberg) könnten sprechen:

  • gute Noten in Mathematik
  • großes Interesse auch an nichtsprachlichen Schulfächern 
  • Studiumwunsch in nichtsprachlichen Studienfächern (soziale Arbeit, BWL, Pädagogik)
  • Fähigkeit zum selbständigen Lernen in großen Klassen (BOS/FOS)

Für eine Sprachausbildung (Fremdsprachenkorrespondent) könnten sprechen:

  • Vertiefung der sprachlichen Neigungen (Noten) und Abwahl von Mathematik
  • Bachelor Übersetzen und Master Dolmetschen sowie Bachelor Management oder Bachelor Marketing als akademische Perspektiven für ein späteres Studium
  • "Wissen, warum man etwas lernt" - die Sprachenausbildung ist näher an der bekannten praxisorientierten Realschule als das theoretische Gymnasium / FOS 
  • schnell finanziell unabhängig sein und auf eigenen Beinen stehen können (Zeitgewinn)
  • eine gute Mittlere Reife mit abgeschlossener sprachlicher Berufsausbildung eröffnet besondere Chancen auf weitere Ausbildungsstellen bei Top-Arbeitgebern, die normalerweise nur Abiturienten vorbehalten sind

Der Besuch von BOS/FOS-Klassen führt häufig zu einem vorzeitigen Abbruch. Ein Wechsel in die Sprachausbildung an der WDS im gleichen Schuljahr ist dann meist nicht mehr möglich - auch dieser Zeitverlust sollte bedacht werden. Und zu bedenken ist auch, dass eine gute Mittlere Reife immer besser ist als ein schlechtes Abitur.

Hauptsprache Englisch oder Hauptsprache Spanisch? - Empfehlungen

Englisch als Hauptsprache bietet sich generell an, wenn Sie hier gute Noten in der Schulzeit hatten und nun diese Sprache perfektionieren möchten. 

Spanisch als Hauptsprache (und wahlweise mit Englisch oder Französisch als Nebensprache) beginnt für Schüler mit mittlerer Reife bei "Null". Spanisch kommt daher insbesondere in Betracht für 

  • Spanischliebhaber, die einmal im spanischen oder lateinamerikanischen Kulturkreis tätig sein wollen
  • Berufstätige, die Englisch seit ihrer Schulzeit etwas verlernt haben, sich aber in Fremdsprachen weiterentwickeln möchten (2. Berufsqualifikation). Spanisch beginnt dann bei "Null", und das Anspruchsniveau in Englisch als Nebensprache ist geringer
  • Sprachtalente, die Lust auf einen Neustart bei Sprachen haben (Spanisch-Lernen von Beginn an ohne Vorkenntnisse)

 

 

 


Abiturienten: Gap Year mit Berufsabschluss in 1 Jahr

Sprachtalente an Gymnasien sind sich angesichts hoher Studienabbrecherquoten oft unsicher, welches Studium für sie das richtige ist. Ein Sprachstudium an der Uni (Romanistik, Anglistik) ist sehr theoretisch und vertieft selten die aktiven Sprachkenntnisse. Und BWL oder Jura liegen den Sprachliebhabern nicht unbedingt.

Die Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten ist eine sehr gute Möglichkeit, sich intensiv mit Sprachen zu befassen und Zeit zu gewinnen, sich in Ruhe nach einem Unistudium umzusehen. Aufgrund ihrer längeren Schulzeit haben Abiturienten die Möglichkeit, in das 2. Ausbildungsjahr eingestuft zu werden. Sie erwerben damit eine sprachenbezogene Berufsausbildung in nur 1 Jahr! - ein Plus auch bei späteren Bewerbungen. Und Sie lernen in einer eigenen Abiturientenklasse, deren Stundenplan die Besonderheiten des Quereinstiegs berücksichtigt.

 

Ist ein Quereinstieg überhaupt machbar?

Ein Quereinstieg für Abiturienten ist schulrechtlich ausdrücklich vorgesehen. Voraussetzung sind neben dem Nachweis der Abiturprüfung (Zeugnis kann nachgereicht werden) gute Sprachkenntnisse aus dem Gymnasium in zwei lebenden Fremdsprachen (Englisch, Spanisch oder Französisch).

Wir bilden üblicherweise eine eigene Abiturientenklasse. Sie erhalten einige Zusatzstunden, um versäumten Unterrichtsstoff aus dem 1. Schuljahr nachzuarbeiten (Fachkunde Wirtschaft, Textverarbeitung und Maschinenschreiben).

Sie finden sich mit vielen sprachbegeisterten Abiturienten zusammen, die lernmotiviert sind und in den letzten Absolventenjahrgängen sogar mehrfach den Bayerischen Staatspreis für Bestleistungen erhalten haben. 

Wird die Ausbildung auf die Wartezeit an der Uni angerechnet?

Hochschulzulassungen unterscheiden zwischen Wartezeit, Bonus und Auswahlverfahren.

Die Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondent verkürzt automatisch die Wartezeit für ein anschließendes Studium. Über die Wartezeit werden 20% der Hochschulstudienplätze vergeben.
Sofern Ihre Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten zudem einen Bezug zum späteren Studium hat (Wirtschaftssprachen sind heute fast überall integriert), kann die Hochschule zusätzlich einen Bonus von üblicherweise 0,1 - 0,2 Punkte auf die Abiturnote gewähren. Dies entscheidet die jeweilige Hochschule.
Sofern Hochschulen ein universitäres Auswahlverfahren vorsehen, ist ein Berufsabschluss immer ein zusätzliches Argument im Bewerbergespräch - gerade auch beim stark nachgefragten Dualen Studium!

Warum soll ich vor einem Unistudium eine Berufsausbildung machen?

Hier gibt es zahlreiche Gründe:

  • Zeitgewinn für eine Klärung des zukünftigen Studienwunschs (welche Erfahrungen machen denn Ihre Klassenkameraden an der Uni?)
  • bessere Verdienstmöglichkeiten im späteren Studium (Nebenjob)
  • hervorragende sprachliche Vorbereitung für ein späteres BWL-Studium oder (Wirtschafts-)Anglistik u.ä.
  • leichterer Berufsstart nach einem Studium, bei dem der erfolgreiche Berufseinstieg nicht garantiert ist (z.B. Kulturwissenschaften) oder Sicherheit, dass auch ein späterer Studienabbruch keine existentiellen Folgen hat
  • perfekte Alternative zu einem sozialen Jahr oder einem Auslandsaufenthalt (Au-Pair) - denn Sie verbleiben im gewohnten Lernrhythmus und behalten Ihren Freundeskreis
  • Erlernen von Textverarbeitung mit Excel, Powerpoint und Outlook neben Sprachen nützt in allen Lebenslagen
  • Chance auf ein Leonardo-Stipendium aus Brüssel für ein Auslandspraktikum

Und einmal ganz ehrlich: Wo gibt es sonst noch die Möglichkeit, innerhalb von nur einem Schuljahr einen vollwertigen, staatlichen Berufsabschluss zu erwerben, der bundesweit anerkannt ist und bei vielen Unternehmen hohes Ansehen geniesst?

 

Gibt es an der WDS eine Beratung zu Unistudiengängen?

Sie zögern nach dem Abitur noch, welches Unistudium zu Ihnen passt. Wir möchten Ihnen bei der Orientierung helfen und laden einen Studienberater in die Abiturientenklasse ein, der alle Ihre Fragen zu Studiengängen, Immatrikulationsfristen und Studieneignung mit Ihnen bespricht. Auch ein Einzelgespräch kann vereinbart werden. So können Sie in Ruhe Ihre Entscheidung treffen - und manch einer entdeckt seine Liebe zu Sprachen und bleibt sogar als Übersetzer/Dolmetscher oder als Europasekretär ESA an der WDS ... 

Welche Sprachenkombination soll ich wählen?

Sie haben nur 9 Monate effektive Lernzeit vor sich - und davon sind 2 Monate intensive Prüfungsvorbereitung und die Prüfungszeit selbst. Dies ist wenig Zeit für eine anspruchsvolle Berufsausbildung - daher sollten Sie Ihre stärkste Sprache zur Hauptsprache machen (ca. 15h pro Woche, Englisch oder Spanisch möglich). 

In der Nebensprache (8h pro Woche; Englisch, Spanisch oder Französisch möglich) sollten Sie gute Vorkenntnisse (Noten bzw. Punkte) aus der Oberstufe mitbringen.

Sie haben sogar die Möglichkeit, über Wahlkurse eine weitere Sprache (2h pro Woche) zu lernen, eine Prüfung der Handelskammern von Paris, Madrid oder London oder eine mündliche SEFIC-LCCI-Prüfung (mündliches Wirtschaftsenglisch) direkt an der WDS abzulegen. 

Und wenn ich die Abiturprüfung nicht bestehe?

Manchmal können Mathematik und Physik - trotz guter Noten in den sprachlichen Fächern - eine unüberwindliche Hürde sein. Oder Ihr in England abgelegtes A-Level wird von der Zeugnisanerkennungsstelle nicht als gleichwertig zum deutschen Abitur anerkannt.

Auch in diesen Fällen können wir mit einer zusätzlichen Aufnahmeprüfung in der Haupt- und Nebensprache weiterhelfen. Eine erfolgreich bestandene Aufnahmeprüfung berechtigt Sie ebenfalls zur Teilnahme am 2. Ausbildungsjahr und eröffnet Ihnen sprachliche Ausbildungswege bis zum akademischen Bachelor/Master.

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