Erfahrungsberichte

Staatl. gepr., öffentlich bestellt und beeidigte Übersetzerin und Dolmetscherin Nadine Emmerich

Auch wenn sich das vielleicht abgedroschen anhören mag, aber mein Herz schlägt nun mal für Sprachen und besonders für die spanische Sprache, die Kultur Spaniens und Lateinamerikas. Nach meiner Ausbildung zur Industriekauffrau wurde ich in der Auftragsbearbeitung meines Ausbildungsbetriebes übernommen und betreute das EU-Ausland. Schnell wurde mir wieder einmal vor Augen geführt, wie sehr ich doch mehr mit Sprachen machen möchte als nur fremdsprachige Telefonate und Gespräche zu führen und E-Mails zu schreiben.

Nach 1,5 Jahren in diesem Beruf traf ich die Entscheidung: Jetzt oder nie! Ich kündigte und begann 4 Wochen später an der BFS der Würzburger Dolmetscherschule die Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin mit Hauptsprache Spanisch/Nebensprache Englisch. Schon im ersten Jahr dieser Berufsausbildung wurde mir klar, dass ich nach diesem Abschluss mich noch intensiver mit der spanischen Sprache in Hinblick auf Übersetzen und Dolmetschen beschäftigen möchte und begann meine Mitschüler, von denen einige mein Interesse teilten, zu animieren, die Fachakademie mit der Hauptsprache Spanisch ins Leben zu rufen – was uns zum Glück auch gelang!

Ich war auf der BFS schon von dem praxisnahen Unterricht, den Lehrern/Dozenten und dem Engagement der WDS begeistert, die aus ihren Schülern stets das Beste rausholten und immer ein offenes Ohr für Fragen hatten. Daher wusste ich, dass dies auch in der FA der Fall sein würde. 2011 begann ich also die FA mit derselben Sprachenkombination zu besuchen und kann im Nachhinein sagen, dass die behandelten Übersetzungstexte und Themen in Dolmetschen sehr berufsbezogen waren, wie ich mittlerweile beurteilen kann, sodass man zu Beginn seiner Karriere als Übersetzer/Dolmetscher bestens gewappnet ist.

Wie viele andere Absolventen auch, stellte ich mir nach diesem Studiengang die Frage: Was kommt jetzt? Sollte ich mich selbstständig machen? So begann ich dann vier Monate nach meinem erfolgreichen Abschluss als Übersetzerin und Dolmetscherin für die spanische Sprache mich im Bereich der Sprachdienstleistungen mit meinem eigenen Unternehmen selbstständig zu machen. Wer bereits in der WDS immer fleißig mitgearbeitet und Einsatz gezeigt hat, wird nicht nur mit einem guten Abschluss, sondern auch später in der Selbstständigkeit für diese Einstellung belohnt.
Ich kann heute 1,5 Jahre nach der FA sagen, dass ich sehr glücklich bin, mich damals für die WDS und dann für die Selbstständigkeit entschieden zu haben.

Ich wünsche allen zukünftigen WDS-Absolventen alles Gute für ihre berufliche Zukunft und stehe für Fragen in Bezug auf eine Selbstständigkeit nach dem Studium jederzeit gerne zur Verfügung!

Herzliche Grüße an alle Dozenten, die gesamte WDS-Leitung, Schüler und Studierenden,

Nadine Emmerich

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Europasekretärin ESA Mona Ludwig

Als ich mein Abitur endlich in der Tasche hatte, war ich froh. Doch zum ersten Mal in meinem Leben lag auf der anderen Seite der Sommerferien nicht das gewohnte Gerüst aus Stundenplänen und Schulaufgaben – sondern die große glitzernde Freiheit. Bloß: was tun damit? Meine Berufserfahrung beschränkte sich auf Ferienjobs; was die Berufsberaterin in der Schule in der zehnten Klasse als passenden Job für mich ermittelte? Ich kann mich nicht mehr daran erinnern. Soll ich Studieren?

Ein Studium, soviel hatte ich aus Gesprächen mit Lehrern und meinen Eltern mitgenommen, war offenbar gut und irgendwie wohl auch nötig für einen anspruchsvollen Job, aber – was studieren? Mein Lernspeicher war seit Wochen maximal ausgelastet. Und die Begeisterung für meine Leistungskurse waren längst nicht stark genug ausgeprägt, um nach dem Sommer direkt in die siebensemestrige Verlängerung zu gehen.  Heute weiß ich: bei aller flirrenden Leichtigkeit ist die Abi-Zeit und die Zeit danach eine schwere Zeit. Die Frage, was wir danach machen, ist ja meistens die erste wirklich große Entscheidung, die wir selbst treffen müssen. Und sie wird nicht leichter dadurch, dass alle verfügbaren Erwachsenen ständig danach fragen und in aller Regel gleich einen Strauß gutgemeinter Ratschläge hinterher reichen. Ich wusste jedenfalls, dass meine Begabungen nicht unbedingt im technischen Bereich liegen. Aber Menschen, Reisen und Sprachen sind meine großen Leidenschaften.
Einmal im Ausland studieren und dort leben! Das ist der Stoff aus dem meine Träume sind. Die Ausbildung zur Europasekretärin an der WDS in Würzburg zu absolvieren war für mich ein logischer und sinnvoller Schritt den ich bis heute nicht bereut habe. Schon allein der Zusammenhalt unter uns Schülerinnen war intensiv und wir haben auch heute noch Kontakt, obwohl wir in alle Himmelsrichtungen verstreut sind. Im vergangenen Dezember trafen wir uns in Würzburg um der alten Zeiten zu gedenken – (wir gehörten zur Abschlussklasse 2011).  Vor allem der Unterricht in den drei Fremdsprachen (Englisch, Französisch und Spanisch) und in den Wirtschaftsfächern hat mir sehr viel gebracht, um heute im Beruf effektiv arbeiten zu können. Das zur Ausbildung gehörende Pflichtpraktikum absolvierte ich auf Teneriffa an der Rezeption einer Hotelkette. Zu den Ausbildungsschwerpunkten der WDS zählten darüber hinaus Rechnungswesen, Marketing, Personal- und Außenwirtschaft, Allgemeine Wirtschaftslehre und betriebswirtschaftliche Grundlagen. Aber auch die sogenannten Soft Skills kamen in der ESA-Ausbildung nicht zu kurz: der Unterricht in Persönlichkeitsentwicklung und Führungspsychologie hat uns die nötige Sensibilität mitgegeben um auch neben Fakten und Zahlen die Menschen und ihre Persönlichkeiten nicht aus den Augen zu verlieren. Ich bekam nach der ESA Ausbildung direkt eine Anstellung im Customer Service bei der Schaeffler Technolgies GmbH & Co. KG  Und da sah ich sie wieder kommen, meine Probleme rund um die Technik. Von nun an sollte ich nordafrikanische Kunden betreuen und beraten. Das Rad um das sich von nun an alles drehte nennt sich Kugellager und ich brauche wirklich nicht groß zu erklären, dass ich am Anfang den Wald vor lauter technischen Details nicht durchblickte - zumal mir auch die Fachterminologie nicht einmal in meiner Muttersprache geläufig war.
Doch das ist schon bald Schnee von gestern. Über drei Jahre habe ich mich im Untenehmen bewährt und bekomme nur noch in den seltensten Fällen beim Telefonieren eine Schweißattacke. Das Leben geht weiter, mein Lernspeicher lechzt nach mehr und ich fühle mich mit 24 Jahren noch jung genug um ein Studium zu absolvieren. Momentan sieht es so aus, dass mir die Ausbildung an der WDS auch hier zugute kommt, denn ich werde wohl das eine und andere Semester angerechnet bekommen. Wohin der Wind bzw. das Studium mich treibt, weiß ich noch nicht genau.

Aber auf das kommende Auslandssemester freue ich mich schon ganz besonders. Reisen, Sprachen und andere Kulturen, das ist der Stoff aus dem meine Träume sind.

Mona Ludwig

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Übersetzerin/Dolmetscherin Manuela Ellebruch

Wer hätte das gedacht??? Oder: “Everything happens for a reason“ - Als ich mich entschied, mein Anglistik/Romanistik-Studium für Lehramt an Gymnasien abzubrechen und den Beruf des Übersetzers und Dolmetschers einzuschlagen, wusste ich nicht, dass das wohl eine der besten Entscheidungen meines Lebens werden sollte.

Nach zwei Jahren Lehramtsstudium (ich weiß, das ist ziemlich spät!) wurde mir klar, dass ich mit Sprachen wirklich etwas Nützliches anfangen und nicht den Rest meines Lebens mit Schulkindern, die Englisch lernen mussten, verbringen wollte. Zudem hatte ich von Shakespeare, Diphthongen und sonstigen theoretischen Phänomenen die Nase gestrichen voll. Für mich war Sprache etwas Lebendiges, und ein Sprachenberuf musste dementsprechend “sprudelnd“ und praxisorientiert sein. Nach gründlicher Recherche war dann schnell klar, dass es die WDS sein musste, denn dort - anders als bei einem Uni-Studiengang - konnte ich sowohl die Übersetzer- als auch die Dolmetscherprüfung ablegen und musste mich nicht entscheiden, ob ich in meinem Berufsleben lieber übersetzen oder dolmetschen wollte. Die Ausbildung war sehr intensiv (an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an das Lehrerkollegium für die aufgrund der nicht enden wollenden Übersetzungshausaufgaben verpassten Abende in meinem Lieblingsclub - Frau Kellner weiß, was ich meine .... grummel ;-)). Die Lehrer waren super. Hier waren Profis am Werk, denen es weniger ums Lehren als vielmehr um das Vermitteln einer Leidenschaft für ihre jeweilige Sprache ging. Bei aller Professionalität waren sie doch vielmehr interessante Menschen, die uns als Studierenden wertvolle Einblicke in die Eigenheiten ihrer Muttersprache, ihres Geburtslandes und ihrer Kultur vermittelten. Aber genug des Lobes (wobei ich es als Ex-Schülerin gerade sehr genieße, das heute sagen zu dürfen, ohne mich dem Vorwurf aussetzen zu müssen, “Pluspunkte auf der Lehrer-Schleimliste“ sammeln zu wollen-)) und zurück zu meiner Geschichte.

Ich legte meine Staatsprüfung ab und war nun staatlich geprüfte Übersetzerin und Dolmetscherin für die englische Sprache. Wohin genau ich wollte, war mir nicht klar, aber ich wusste, mein Berufsleben sollte abwechslungsreich werden. So nahm ich die ersten fünf Jahre nach meinem Abschluss ausschließlich befristete Stellen an, um mir ein vielfältiges Fachwissen zu verschaffen und möglichst viele Industriezweige abdecken zu können. Ich arbeitete bei international tätigen Anwaltskanzleien, in der Automobil- und Flugzeugindustrie, der Versicherungsbranche und in der Logistikindustrie, bevor ich mich entschloss, auf freiberuflicher Basis zu arbeiten. Als Freiberufler hatte ich es – gerade in Würzburg – sehr schwer, denn hier gab es schon zu viele Übersetzer. Also musste eine Halbtagsstelle her, um meinen Lebensunterhalt zu sichern. So landete ich als medizinische Sekretärin in der Uniklinik. Da ich schon immer eine ausgeprägte Liebe zur Medizin und ein relativ großes medizinisches Fachwissen hatte, war diese Stelle perfekt. Mein EUROLTA (European Language Teaching to Adults) Zertifikat erlaubte es mir, zusätzlich abends und an Wochenenden als Englischlehrerin an der IHK und Vhs zu arbeiten. Zwischendurch kamen dann Dolmetschaufträge vom Gericht, denn meine öffentliche Bestellung und Beeidigung am Landgericht Würzburg hatte ich ja auch noch. Von einem eintönigen 8-Stunden-Übersetzertag vor dem Computerbildschirm konnte also keine Rede sein.

Als es mit der Wirtschaft in Deutschland dann bergab ging und ich nicht zuletzt aufgrund meines Berufes die besten Voraussetzungen hatte, ins Ausland zu gehen, wurde aus meinem langjährigen Traum, nach Kanada zu gehen, dann endlich Wirklichkeit. Das erste Jahr in der neuen Heimat war hart, aber alles sollte sich fügen. Wen meine Geschichte näher interessiert, der kann sie gerne in meinem Buch nachlesen, das ich in Kanada geschrieben habe (Als Auswanderer in Kanada – die ersten 365 Tage, erschienen beim Buchverlag König und erhältlich im Buchhandel).

Aber worauf wollte ich eigentlich hinaus? Ganz einfach: Wer hätte damals an der WDS gedacht, wie interessant mein Leben nicht zuletzt durch diese Ausbildung werden sollte? Heute – 16 Jahre nach meiner Ausbildung – lebe ich in Kanada, arbeite an der University of Alberta als medical secretary, übersetze nebenbei freiberuflich für Firmen- und Privatkunden und bin Buchautorin. Auch wenn es anstrengend und zeitweise sehr stressvoll war (und auch noch ist), ein erfüllteres Berufsleben hätte ich mir – glaube ich – nicht wünschen können. Ein Berufsziel hätte ich aber vielleicht doch noch: Sollte mich irgendwann wieder das Heimweh nach Deutschland packen, würde ich mich an der WDS als Lehrerin bewerben, denn es wäre mir eine Freude, meine Leidenschaft für die englische Sprache und meine vielseitige Berufs- und Auslandserfahrung an Gleichgesinnte wie euch weitergeben zu dürfen.

Ihr könnt sehr stolz auf euch sein, liebe Schülerinnen und Schüler der WDS, denn mit eurem angestrebten Berufsziel tragt ihr wesentlich zur Verständigung von Menschen und Nationen bei – egal, an welcher Arbeitsstelle ihr letztendlich landen werdet. Als Übersetzer oder Dolmetscher gebt ihr Menschen eine Stimme, die ohne euch nicht gehört werden könnten! Für mich persönlich ist diese Tatsache die Quintessenz unseres Berufes als Übersetzer und Dolmetscher und macht aus unserem “normalen Beruf“ eine echte Berufung.

Ich drücke euch, lieben Schülerinnen und Schülern der WDS, die Daumen, dass ihr in zehn Jahren rückblickend auch sagen könnt: “Der Stress hat sich echt gelohnt!“ oder “It was so absolutely worth it!“.

Mit besonders herzlichen Grüßen aus Kanada an alle Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler der WDS,

Manuela Ellebruch

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Europasekretärin Anna Fritsche

Schon während der Ausbildung zur Europasekretärin entwickelte sich in unserer Klasse ein grosses Interesse an einem einjährigen Aufbaustudium zum Bachelor. Nach einiger Recherche fanden wir heraus, dass das University of Wales Insitute Cardiff (jetzt Cardiff Metropolitan University) genau solch ein Aufbaustudium in International Business Management anbietet. Und so bin ich mit ein paar Klassenkameraden nach Cardiff gezogen. Wir waren übrigens die erste WDS-Generation, die dies gemacht hat und es war die beste Entscheidung meines Lebens dieses Studium anzupacken, denn die Erfahrungen, die ich in diesem einen Jahr gesammelt habe, haben mich wirklich weitergebracht und mein Leben verändert.

Nach bestandenem BA (Hons) in International Business Management mit First-Class Degree habe ich mich dann für einen MSc in International Marketing with Tourism and Events an der Edinburgh Napier University entschieden. Warum? Weil ich erstens im Tourismus/Events-Bereich arbeiten wollte, und zweitens der Master dort nur ein Jahr dauert. Das Studium war super, der Campus klasse, die Dozenten auch. Ein Highlight war, dass man zum 2. Semester an der IPAG Nizza weiterstudieren konnte. Genau das gleiche Studium, gleiche Assignments, auch auf englisch... nur eben an der Cote d'Azur! Ich habe mich sofort in die Cote d'Azur  verliebt; allerdings musste für meine Masterarbeit, die ich über Yield Management im Kurzreisesegment im Legoland Deutschland geschrieben habe, nochmal für ein paar Monate heim.

Kaum hatte ich meine Masterarbeit fertig, habe ich meine Sachen gepackt und bin zurück an die Cote d’Azur, nach Monaco gezogen. Und dort bin ich nun seit etwas über einem Jahr. Nachdem ich meine Aufenthaltsgenehmigung hatte, hat es auch nicht lange gedauert, eine Arbeit zu finden. Seit 10 Monaten arbeite ich nun für die International University of Monaco (IUM) als administrative Assistentin und kümmere mich vor allem um Events (Graduation Ceremony, Christmas Ball u.a.) und External Relations. Ist schon echt interesant mit den Leuten hier Business zu betreiben. Es ist einfach eine ganz andere Welt. Aber eine sehr schöne :) Gut, ich will natürlich nicht für den Rest meines Lebens administrative Assistentin bleiben, aber dafür, dass ich keine grosse Berufserfahrung hatte, Ausländer bin, französisch nicht perfekt spreche und auch noch während der Wirtschaftskrise gesucht habe, bin ich ganz froh, so schnell so einen guten Job gefunden zu haben.

Und eine gute Nachricht: Ab dem neuen Jahr werde ich in einer Kosmetikfirma, die Luxuskosmetika herstellt und vertreibt, hier in Monaco eine Stelle antreten, in der ich für den gesamten deutschen Markt zuständig sein werde. Ich freue mich schon sehr auf den neuen Job und bin gespannt, wohin mich meine Karriere in dieser Firma bringen wird. Mein künftiger Chef meinte nur „Vous allez faire carrière chez nous“. Da bin ich mal gespannt.
Ich arbeite übrigens momentan auf englisch und französisch, und im neuen Job dann zusätzlich auf deutsch. So im Nachhinein betrachtet muss ich deswegen schon sagen, dass unsere Hako-Stunden doch wirklich sehr hilfreich waren und bei jedem "Veuillez agréer, ..., mes salutations distinguées" muss ich an die WDS denken.

Anna Fritsche

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Übersetzerin/Konferenzdolmetscherin Claudia Heiduk 

Fremdsprachen habe ich schon immer geliebt, vor allem in ihrer “sportlichsten” Variante, dem Dolmetschen.  Und deshalb bin ich dabei geblieben, all die Jahre seit dem Beginn meiner Ausbildung an der Würzburger Dolmetscherschule 1982.

Nach dem Abschluss zur Staatlich geprüften Dolmetscherin für Englisch und Französisch versuchte ich, eine feste Stelle zu finden, aber die sind – vor allem für Dolmetscher – sehr dünn gesät. Die Sprachkenntnisse, die bei  Dolmetscherausbildung vermittelt werden, lassen sich allerdings sehr flexibel einsetzen. Ich bekam eine Stelle  an einer privaten Sprachenschule in Stuttgart und unterrichtete Englisch, Französisch und Deutsch für Ausländer. Hier kam mir eines besonders zugute: der solide Grammatikunterricht an der WDS. Gold wert, wenn man die Grundlagen einer Sprache vermitteln will. 

Nach einigen Jahren Unterrichten bekam ich Lust auf Neues und schrieb mich in Heidelberg  am Institut für Übersetzen und Dolmetschen der Universität für Russisch ein. In einem Vorkurs wurden die Grundlagen der russischen Sprache vermittelt, aber im Allgemeinen ist der Ansatz der Uni ein anderer:  hier bekommt man keine Sprachen beigebracht, sondern es wird davon ausgegangen, dass der Studierende die Kenntnisse bereits hat oder sich selbstständig aneignet. Dann erfährt er etwas über die Sprache (Sprachwissenschaften) und arbeitet damit (Übersetzen). Der praktische Teil (Aussprache, freies Sprechen) fällt gering aus. An der Dolmetscherschule hatte ich das anders erlebt, hier war die Ausbildung praxisnah und intensiv. Das liegt mir eher. 

Im Hauptstudium musste man sich zwischen Übersetzen und Dolmetschen entscheiden. Ich wählte Dolmetschen und jetzt wurde das Studium praxisnah. Neu war für mich das Simultandolmetschen. Anfangs eine erschreckende Vorstellung, gleichzeitig zu hören und zu sprechen. Aber wie immer gilt auch hier: üben, üben, üben. Und nach einer Weile stellt man fest, dass Simultandolmetschen tatsächlich weniger anstrengend ist als Konsekutivdolmetschen. Man muss nicht geduldig abwarten, bis man zu Wort kommt. Störende und ablenkende Geräusche dringen nicht in die Kabine. Nach 30 Minuten übernimmt der Partner und man kann entspannen. Dafür fehlen der  Kontakt zum Redner, was Rückfragen unmöglich macht,  und das direkte Feedback. 

Nach Ende des Studiums kam der entscheidende Zufall - eine Stellenanzeige am Schwarzen Brett der Uni. Das Marshall Center für Sicherheitsstudien in Garmisch-Partenkirchen suchte Dolmetscher. Interessenten sollten sich melden und würden bei entsprechender Qualifikation zum Test eingeladen.  Auch etwas, an das man sich als Dolmetscher gewöhnen muss. Man hat seinen Abschluss in der Tasche, aber wo man auch hinkommt, man wird erst einmal getestet. 

Das Marshall Center ist ein College für Sicherheitsstudien, das Lehrgänge zu Krisenmanagement, Terrorismusbekämpfung, Völkerrecht und Grundlagen der  Politikwissenschaften mit Schwerpunkt Demokratie und Rechtsstaat veranstaltet. Die Kursteilnehmer sind im Staatsdienst (Außen-, Innen- oder Verteidigungsministerium) und kommen aus allen Ländern Europas, vor allem den früheren Ostblockstaaten, dem Mittelmeerraum, dem Nahen und Mittleren Osten und Zentralasien. Der Unterricht am Marshall Center – Vorlesungen im Plenum und Seminare in kleinen Gruppen – findet in den Arbeitssprachen Englisch, Russisch oder Deutsch statt und wird in die jeweils anderen Sprachen simultan gedolmetscht.  Gelegentlich kommt Französisch dazu.

Nach einer Zeit als freie Mitarbeiterin bin sich seit 2000 fest angestellt. Ich arbeite Teilzeit, was mir die Möglichkeit gibt, auch freiberuflich tätig zu sein. Ein langer Weg, aber ich bin da angekommen, wo ich hin wollte. Die Ausbildung an der Dolmetscherschule, wo man in kurzer Zeit so viel lernt, war die perfekte Grundlage.

Claudia Heiduk

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Euro-Management-Assistentin Stefanie Schuld

Von 2004 - 2006 besuchte ich die WDS und absolvierte die Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin mit der Sprachenkombination Englisch und Spanisch (sowie Französisch als Wahlfach).

Da mir die Kombination aus Sprachen und Wirtschaft besonders gefiel, verbrachte ich noch ein weiteres Jahr an der WDS und verließ diese 2007 mit dem Abschluss der Euro-Korrespondentin.

Gleich darauf trat ich als frischgebackene WDS-Absolventin meine erste Stelle in einem mittelständischen Unternehmen im Bereich Küchendesign an. Dort konnte ich im Export meine an der WDS erworbenen Kenntnisse sehr gut einsetzen. Vor allem der Unterricht in Außenwirtschaft und Allgemeine Wirtschaftslehre trugen dazu bei, sich einen guten Überblick über betriebliche Zusammenhänge verschaffen zu können. 
Ich war als 1. Ansprechpartnerin für einen bestimmten Kundenstamm zuständig und arbeitete mit einem Außenvertreter zusammen. Zu meinen Aufgaben gehörten die Angebotserstellung, Auftragsabwicklung, telefonische Beratung, Verkauf und persönliche Kundenbetreuung bei Besuchen im Werk, After-Sales-Management sowie Übersetzungen und Schriftverkehr mit Kunden.

Nachdem ich einige Zeit im Exportbereich Erfahrungen sammeln konnte, überlegte ich mir, dass eine Tätigkeit im Assistenzbereich auch sehr interessant sein könnte. Auf der Homepage der WDS las ich, dass eine neue Ausbildung zur Euro-Management-Assistentin angeboten wurde. Da es mir während meiner ersten Zeit an der WDS sehr gut gefiel, entschied ich mich 2009 dazu, diese Ausbildung zu absolvieren. Zu den Ausbildungsinhalten gehörten neben Englisch und Französisch auch Fächer wie Datenverarbeitung und Organisation, Textverarbeitung, Bürokommunikation und Wirtschaftsfächer, die meiner Meinung wichtig sind, um im Sekretariats-Assistenzbereich Fuß fassen zu können.

Seit Oktober 2011 arbeite ich nun als Assistentin des Vertriebsleiters in einem mittelständischen Unternehmen im Bereich Kunststofftechnik. Zu meinen Aufgaben gehören die Korrespondenz, Organisation Verkaufsleitung, Seminarorganisation, Kundenbetreuung sowie die allgemeine Unterstützung der Geschäftsführung als Assistentin der Geschäftsleitung.

Wer gerne Fremdsprachen lernt und an interkulturellen Beziehungen interessiert ist, demjenigen kann ich eine Ausbildung an der WDS auf jeden Fall empfehlen!

Stefanie Schuld

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Übersetzerinnen Sabrina Orabona und Christine Geipel

Vor etwa einem Jahr stellte sich uns die Frage, wie es im Anschluss an unsere Ausbildung zum staatlich geprüften Übersetzer an der WDS weitergehen sollte – Job oder weiterführendes Studium? Nachdem keine von uns beiden das Begleitstudium an der FH Würzburg absolviert hatte und die Aussicht auf dem Arbeitsmarkt dank der Finanzkrise nicht allzu rosig war, fiel uns die Entscheidung für einen Aufbaustudiengang im Ausland relativ leicht. 

In jedem Falle Übersetzung, in jedem Falle im englischsprachigen Ausland! Nur wo? Auf England hatten wir uns aus vielerlei Gründen schnell geeinigt. Neben der Nähe zu Deutschland und der Anerkennung unseres Abschlusses an der Fachakademie als BA (Bachelor), spielte auch die Tatsache, dass man den MA (Master) innerhalb eines Jahres ablegen kann eine große Rolle in der Entscheidungsfindung. Nachdem wir uns Informationen von zahlreichen Universitäten eingeholt hatten, entschieden wir uns schließlich für die University of Salford nahe Manchester. Die Bewerbung an die Uni war schnell geschrieben und die Zusage ließ nicht lange auf sich warten. Somit konnten wir ab Mai anfangen, unsere Pläne zu schmieden.

Im September ging es dann endlich los! Die Uni hat uns mit offenen Armen empfangen und uns von Anfang an in jeglicher Hinsicht unterstützt. Das MA Programm erscheint zunächst ziemlich überwältigend, allerdings gewöhnt man sich recht zügig an den Uni-Alltag und das neue Arbeitspensum.

Zwar haben wir einiges an Aufholarbeit in der Theorie zu leisten, jedoch haben wir in der Praxis, sprich beim Übersetzen, einen großen Vorsprung. Nicht zuletzt liegt dies an der praxisorientierten Ausbildung an der WDS. Vor allem was Fachübersetzungen anbelangt, wurden wir bestens auf das Niveau der Uni vorbereitet. Auch wenn die Zeit an der WDS nicht immer leicht war, so war es doch eine ausgezeichnete Vorbereitung.

Was unser Jahr hier umso spannender macht ist die Möglichkeit, Deutsch-Sprechfertigkeit für BA-Studenten an der Uni zu unterrichten. Der Abschluss an der WDS ist in Salford sehr angesehen und war ein ausschlaggebendes Kriterium, den Job als Language Assistants zu bekommen. Diese Herausforderung bringt, trotz des hohen Spaßfaktors, auch jede Menge Verantwortung mit sich.

Nach dem ersten Semester sind wir uns jetzt schon einig, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben und möchten bereits jetzt diese Erfahrung nicht mehr missen. Abgesehen von der neu gewonnenen beruflichen Perspektive haben wir bisher auch persönlich sehr stark von unserem Aufenthalt in England profitiert.

Jeder, der sich ernsthaft für ein weiterführendes Studium im Ausland interessiert, sollte sich nicht von den zahlreichen Hürden abschrecken lassen, die es zu überwinden gilt. Wir können diesen Schritt nur empfehlen!

Sabrina Orabona und Christine Geipel

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Euro-Korrespondentin Irina Stahl

Zunächst habe ich mich nach der zweijährigen Ausbildung noch ein Jahr länger an der Schule zur Euro-Korrespondentin ausbilden lassen, weil ich mir davon bessere Chancen bei internationalen Unternehmen versprach. 

Gleich 2005 wurde ich dann von der Firma Randstad (Zeitarbeit in Würzburg) übernommen und als Fremdsprachensekretärin (hauptsächlich für Englisch) auf die Baustelle des Wertheim Village Outlet Shopping Centers in geschickt. Es war eine spannende Angelegenheit. Man hat mir dort auch sehr viel technisches Hintergrundwissen vermittelt und zumindest das Englisch kam auch regelmäßig zur Anwendung, da der Bauherr Brite ist. Somit kann ich also sagen, dass die Zeitarbeitsbranche ein guter Einstieg sein kann, um erste Berufserfahrung zu sammeln. 

Im November 2005 hatte ich dann die Möglichkeit, bei Leoni Bordnetzsysteme in Kitzingen als Assistentin des Leiters Einkauf eine Festanstellung zu bekommen. Leoni ist ein international tätiges Unternehmen in der Automobilbranche mit 600 Leuten am Standort in KT. Diese Stelle habe ich aber nur aufgrund der Berufserfahrung in einer vergleichbaren Position bei STrabag und des guten Rufes der Dolmetscherschule sowie den Erfahrungen, die man mit Absolventen der Schule gemacht hat, bekommen - hat man mir im Nachhinein erzählt!

All das Lernen und die fundierte Ausbildung haben sich also gelohnt!!! Ich wünsche euch allen viel Glück bei der Ausbildung und hoffe, ihr habt dasselbe Glück wie ich es hatte.

Liebe Grüße Irina Stahl 

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Übersetzerin Katrin Schmitt

Mein Name ist Katrin Schmitt, ich bin 36 Jahre alt und nach meiner Ausbildung an der Würzburger Dolmetscherschule seit ca. 11 Jahren im Fremdsprachenbereich tätig.

Von September 1995 bis Dezember 1998 habe an der Fachakademie für Fremdsprachenberufe meine Ausbildung zur Staatlich geprüften Übersetzerin und Dolmetscherin in der englischen Sprache absolviert. Mein Fachgebiet hierbei war Wirtschaft, und ich hatte Spanisch als zweite Fremdsprache gewählt.

Gleich im Anschluss an meine Ausbildung konnte ich meine neu erworbenen Fähigkeiten als Übersetzerin erproben. Ich wurde von einer mittelständischen Maschinenbaufirma eingestellt. Der überwiegende Teil der anzufertigenden Übersetzungen hatte hierbei technischen Inhalt. Das stellte aber insofern kein Problem dar, da in der WDS die Technik des Übersetzens gelehrt wird. So kommt man auch als „Wirtschaftler“ nach einer kurzen Einarbeitungszeit mit anderen Fachgebieten sehr gut klar.

Nach eineinhalb Jahren als Übersetzerin fand ich dann die Anstellung, in der ich seither tätig bin: als Übersetzerin in die englische Sprache in einem anderen mittelständischen Maschinenbaubetrieb. In meiner Firma sind zwei Übersetzergruppen tätig: eine Gruppe für den technischen und eine für den kaufmännischen Bereich. Meine Aufgaben im technischen Bereich umfassen die Übersetzung von Betriebsanleitungen, Maschinenprogrammen, Funktionsspezifikationen etc. in die englische Sprache, sowie die Fachbetreuung der externen Spanisch-Übersetzer. Wir arbeiten dabei mit den Übersetzungstools der Firma SDL Trados: Trados Workbench, Trados MultiTerm etc.

Die Ausbildung an der Würzburger Dolmetscherschule ist eine hervorragende Basis für die Praxis. Egal, für welches Fachgebiet man sich letztendlich entscheidet, man kommt dann im Berufsleben auch mit anderen Fachgebieten hervorragend zu Recht. In der WDS wird die Technik des Übersetzens vermittelt – und darauf kommt es an. Und ein weiterer erheblicher Vorteil gegenüber anderen Schulen ist der Unterricht durch Muttersprachler. Wenn man in den drei Jahren Ausbildung immer am Ball bleibt und konsequent mitarbeitet, ist man gut für die Zukunft im Beruf gewappnet. Ich kann die Ausbildung an der Fachakademie nur empfehlen!

Katrin Schmitt

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Übersetzerin und Dolmetscherin Kathrin Nagel

Mich hat es auf Umwegen im September 2002 an die WDS verschlagen. Nach 3 Semestern BWL-Studium sollte es nun Übersetzen und Dolmetschen sein. Und endlich hatte ich gefunden, was mir wirklich Spaß macht. 

Die 3 Jahre an der Fachakademie vergingen rückblickend eigentlich wie im Flug. An manchen Tagen oder während der Schulaufgabenzeit vor Weihnachten musste ich mich schon mit viel Disziplin und Zeit zum Lernen durchringen. Den Lernaufwand sollte man nicht unterschätzen. Es zahlt sich aber wirklich aus und ich bin heute froh, mich für diese Ausbildung entschieden zu haben. 

Schon während des letzten Jahres an der WDS bekam ich Übersetzungs- und kleinere Dolmetschaufträge. So habe ich dann gleich nach der Prüfung den Schritt in die Selbständigkeit gewagt. 

Nun bin ich mittlerweile seit 2 Jahren als Übersetzerin und Dolmetscherin selbständig. Ich habe mich zusätzlich beim Landgericht Würzburg beeidigen lassen. Auch die Kosten für diese Beeidigung haben sich für mich voll ausgezahlt. Nächste Woche habe ich beispielsweise einen Dolmetschtermin bei Gericht. 

Unter den bisherigen Dolmetschaufträgen waren Kongresse und Veranstaltungen von Firmen der Region. Dort habe ich simultan in der Kabine gedolmetscht. Ich habe Kunden bei Firmenbesuchen begleitet und Vertragsverhandlungen gedolmetscht. 

Seit einem Jahr bin ich dazu als freiberufliche Dozentin für Englisch im Rahmen von Firmenkursen tätig. Wann immer ich kann, besuche ich Seminare oder Fortbildungen des BDÜ. Dort bin ich seit über einem Jahr Mitglied.

Kathrin Nagel (FA)

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Europasekretärin Sabine Engel

Ich habe von September 2009 bis Juli 2011 die ESA-Ausbildung an der WDS absolviert. Zu den Ausbildungsschwerpunkten zählten Geschäftskorrespondenz und Sprachunterricht auf Englisch, Französisch und Spanisch, sowie Office Management und elektronische Datenverwaltung. Desweiteren wurden uns in Fächern wie Rechnungswesen, Marketing, Personal- und Außenwirtschaft oder Allgemeine Wirtschaftslehre wichtige betriebswirtschaftliche Grundlagen vermittelt, durch die wir ein gutes Verständnis der betrieblichen Zusammenhänge erlangten. Aber auch die sog. Soft Skills, die im heutigen Berufsleben eine große Rolle spielen, kamen in der ESA-Ausbildung nicht zu kurz: der Unterricht in Wirtschaftskommunikation und Führungspsychologie hat uns das nötige Feingefühl für die Berufswelt mitgegeben.

Gleich nach der Ausbildung habe ich eine Anstellung als Mitarbeiterin im Customer Service eines international tätigen Glasherstellers bekommen. Im Customer Service bin ich erster Ansprechpartner für einen bestimmten Kundenstamm. Außerdem gehören Auftragsbearbeitung und Kundendatenpflege zu meinen Aufgaben. Für meine Stelle haben mir besonders der Sprach- und Korrespondenzunterricht geholfen. Sichere Kenntnisse in der betrieblichen Terminologie, besonders in Bezug auf Auftragsabwicklung, Logistik und Dokumente, sind in meinem Beruf unabdingbar. Aber ich kann sagen, dass ich für meine Stelle im Customer Service aus allen Fächern der ESA-Ausbildung etwas mitnehmen konnte.

Sabine Engel

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Europasekretärin Sabine Mantel

Ich habe im Zeitraum von 09/2006 – 07/2008 die Ausbildung zur Europasekretärin an der WDS absolviert. Während meiner Zeit an der WDS habe ich viele nützliche Dinge für meinen heutigen Beruf gelernt.

Vor allem der Unterricht in den drei Fremdsprachen (Englisch, Französisch und Spanisch) und in den Wirtschaftsfächern hat mir sehr viel gebracht, um heute im Beruf effektiv arbeiten zu können. Das zur Ausbildung gehörende Pflichtpraktikum absolvierte ich beim Automobilzulieferer F. S. Fehrer Automotive GmbH, in der Vertriebsabteilung für ausländische Kunden. Hier konnte ich bereits nach einem guten halben Jahr unter Beweis stellen, was ich mir schon alles in dieser kurzen Zeit an der WDS an kaufmännischem Know-how und Sprachfertigkeit angeeignet hatte.

Durch das Praktikum bei Fehrer ergab sich für mich auch die Möglichkeit auf einen Nebenjob in der Firma, welcher letztendlich zu einer Festanstellung nach Ende meiner Ausbildung an der WDS führte. Leider musste ich bereits nach einem Jahr bei Fehrer der Wirtschaftskrise ins Auge blicken. Wegen des allgemeinen Stellenabbaus, vor allem in der Automobilindustrie, wurden auch bei Fehrer Stellen gestrichen. Daher musste ich mich neu orientieren und fand schließlich, in einem nahtlosen Übergang eine Stelle im öffentlichen Dienst am Universitätsklinikum Würzburg.

Jetzt arbeite ich als Assistentin für die leitende Professorin der experimentellen Anästhesie. Die Stelle bekam ich schlussendlich nicht einfach so, sondern vor allem wegen meiner Ausbildung als Europasekretärin. Durch die Ausbildung an der WDS erlangt man ein sehr breit gefächertes Spektrum an verschiedenen Fähigkeiten, das vor allem heutzutage, sowohl in der Industrie als auch in Staatsberufen, sehr gefragt ist.

Beim Umgang mit Erasmusstudenten aus ganz Europa und verschiedensten Kooperationspartnern in einer Menge von Projekten, kann ich heute sowohl die Sprachen, als auch die betriebswirtschaftlichen und kaufmännischen Kenntnisse sehr wohl einsetzen, die ich in nur zwei Jahren beigebracht bekommen habe. Ich würde jederzeit wieder die gleiche Entscheidung nach dem Abitur treffen und eine Ausbildung als Europasekretärin beginnen.

Nur auf die leichte Schulter nehmen, sollte man diese Ausbildung nicht! Man muss sich wirklich auf die Unterrichtsinhalte konzentrieren und konsequent mitarbeiten und am Ball bleiben. Denn in den nur zwei Jahren der Ausbildung ist eine sehr große Menge an Lehrstoff zu bewältigen, den man nicht einfach mal so auf die schnelle nachholen oder überfliegen kann!

Sabine Mantel

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Europasekretärin Sabine Steinert

Von September 2000 bis Juli 2002 besuchte ich die WDS und absolvierte 2002 erfolgreich die Ausbildung zur Europasekretärin (ESA). Besonders gut gefiel mir an dieser Ausbildung das ausgewogene weitgefächerte Angebot an den hier abgedeckten Themengebieten, die von Sprachen über EDV, Präsentationstechnik, Officeorganisation bis hin zum Erwerb von volks- und betriebswirtschaftlichen Kenntnissen etc. reichten. Dieses kompakte Wissen ist in meinen Augen eine sehr gute Grundlage für den Einstieg ins Berufsleben und für die berufliche Weiterentwicklung. 

Von 2002 bis 2011 war ich als Assistentin in der deutschen Niederlassung eines französischen Pharmakonzerns in den Abteilungen klinische Forschung, Arzneimittelsicherheit und Quality Assurance tätig. Berufsbegleitend und auf meine an der WDS erworbenen Wirtschaftskenntnisse aufbauend studierte ich von 2004 bis 2009 Europäische Betriebswirtschaftslehre an einer Schweizer Business School. 

Seit Mai 2011 bin ich als Assistentin eines Managers im Upper Management in einem der größten deutschen Pharmaunternehmen tätig, welches auch weltweit zu der Spitze der Pharmabranche zählt, und organisiere in Zusammenarbeit mit meinem Chef einen Bereich von über 50 Mitarbeitern. Ab Januar 2012 werde ich eine berufsbegleitende Ausbildung zur Pharmareferentin absolvieren. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das mannigfache Basiswissen, welches ich an der WDS erworben habe, mir sehr geholfen hat, meinen beruflichen Weg zu gehen. 

Sabine Steinert

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