Ausbildung / Studium Übersetzer

Voraussetzung:

Abitur / Fachabitur oder staatlich geprüfter Fremdsprachenkorrespondent

Dauer:

36 Monate Fachakademie (+ Option 12 Monate FH Fachübersetzen)

Abschluss:

staatlich geprüfter Übersetzer und Dolmetscher; Zulassung als beeidigter Gerichtsübersetzer in Bayern

Kosten:

€ 210.- monatlich (€ 7.560.- Gesamtausbildung); Studenten-BAföG möglich. Bei erfolgreichem Abschluss der Ausbildung gewährt das bayerische Kultusministerium eine "Meisterprämie" von € 1.000.- als Anerkennung

Option top-up Bachelor oder top-up-Master:

in nur 2 Semestern: top-up B.A. Fachübersetzen (FHWS Würzburg) oder gleich top-up M.A. Translation (Uni Birmingham / Manchester)

Beginn:

13.09.2016

Traumberuf Übersetzer

Übersetzer übernehmen in der Globalisierung eine zentrale Rolle bei der internationalen Kommunikation, indem sie Fach- und Sachtexte, seltener auch literarische Texte, aus einer Sprache in eine andere übertragen. Heute hat dieser Sprachenmarkt ein Milliardenvolumen, und die Fachgebiete mit ihrer jeweils speziellen Terminologie wachsen rasant und tauchen oft gar nicht mehr in gängigen (Fach-)Wörterbüchern auf. In unserer Übersetzerausbildung erarbeiten Sie sich nicht nur eine hohe Sicherheit in der Sprache, sondern auch im Umgang mit Übersetzungsproblemen und mit CAT (Übersetzungstools am PC). Die Ausbildung zum Übersetzer ist daher sehr modern und praxisnah.

Was den Beruf des Übersetzers für Viele so attraktiv macht: als überwiegend Selbständiger sind Sie Ihr eigener Chef, haben nur geringe Startinvestitionen ins Berufsleben und sind sehr flexibel, wenn es um Zeiteinteilung oder Ortswechsel geht. Denn Aufträge von Unternehmen oder Sprachendienstleistern kommen per E-Mail überall dorthin, wo Sie gerade wohnen. Damit verbunden ist ein hoher Grad an selbstbestimmter Arbeit - Kundenkontakte werden zeit- und ortsunabhängig online gepflegt, und Familie und Beruf lassen sich besser als in vielen anderen Berufen miteinander vereinbaren. Und: Als Fachübersetzer arbeiten Sie immer am "Puls der Zeit" und erhalten als Erste Einblick in die neuesten Entwicklungen von Unternehmen.

Unverkennbar ist aber die Tendenz zum Übersetzer als Expertenberuf (Fachübersetzer), der sich durch sein Fachwissen von technischen Neuerungen wie Crowdsourcing, maschinelles Übersetzen oder Online-Übersetzungsdiensten unabhängig machen kann. Was früher allein mit dem Wörterbuch erreicht wurde, ist heute ohne moderne Technik undenkbar geworden. Sprachendienstleister und freelancer setzen in technischen und wirtschaftsbezogenen Bereichen heute Translations-Memory-Systeme ein, die beim Aufbau eines fachspezifischen Wortschatzes helfen und die Corporate Identity des Kunden mit berücksichtigen. Besonderer Bedarf besteht zudem im Projektmanagement von Übersetzungen - hier sind sogar Festanstellungen die Regel.

8 Kompetenzen für eine berufsnahe Ausbildung

Der Erwerb von Übersetzungs- und Dolmetschkompetenz ist eine komplexe und anspruchsvolle Aufgabe. Gegenstand ist nicht die trockene Theorie der Translationswissenschaft, sondern der systematische Erwerb von berufsrelevanten Sprach- und Fachkenntnissen.

An der WDS ergänzen wir die Inhalte des bewährten staatlichen Lehrplans der Übersetzerausbildung in Bayern durch praxisnahe Unterrichtsprojekte und Seminare. Sie garantieren eine wertvolle Nähe zu aktuellen Tendenzen des Arbeitsmarkts - für Ihren erfolgreichen Berufseinstieg.

Sprachenangebote und Fachgebiete

Deutsch als A-Sprache (Muttersprache)

Muttersprachliches Deutsch wird für alle Übersetzungsübungen vorausgesetzt und ist unsere Grundsprache (A-Sprache). Sehr gute Deutschkenntnisse sind nicht nur für Ihre Ausbildung erforderlich, sondern auch später - etwa bei Aufnahmetests an den EU-Institutionen - ein wichtiges Qualitätskriterium.

Ausnahme: Sie haben muttersprachliches Englisch oder muttersprachliches Spanisch. In diesem Fall ist Deutsch ersatzweise Ihre B-Sprache (1. Fremdsprache), und Sie können die Ausbildung ebenfalls problemlos belegen.

Wegen der hohen Bedeutung von Deutsch haben wir - über den bayerischen Lehrplan hinausgehend - zusätzliche Unterrichtsstunden Deutsch für muttersprachliche Deutsche als Pflichtfach eingeführt. Hier geht es um Fragen der Stilistik und um die sichere Beherrschung der Rechtschreibung.

Option 1: Englisch als B-Sprache (1. Fremdsprache)

Englisch ist unbestritten die Kommunikationssprache Nr. 1 in der Welt. Dies gilt im Bereich der Wirtschaft, aber auch als Wissenschaftssprache (Publikationen im Bereich der Naturwissenschaften) auf Kongressen und Tagungen oder der pharmazeutischen Forschung. 

Englisch dient auch als Relaissprache (lingua franca), sofern Vertreter verschiedener Kulturen miteinander in Kontakt kommen wollen (internationale Betriebsratssitzungen, Gesellschafterversammlungen). Zwar sprechen heute viele Menschen leidlich Englisch. Wenn es aber um präzise Sprachbeherrschung - gerade auch im Fachsprachenbereich - geht, sind Übersetzer und Dolmetscher unersetzlich. 

Sie erlernen mit 20h pro Woche über 3 Jahre hinweg mit muttersprachlichen Übersetzern/Dolmetschern die sichere Beherrschung der englischen Allgemein- und Fachsprache.

Die einzelnen Unterrichtsfächer in der B-Sprache Englisch entnehmen Sie bitte der Übersicht Stundenverteilung im Download.

Option 2: Spanisch als B-Sprache (1. Fremdsprache)

Spanisch wird heute bereits von fast 500 Millionen Menschen gesprochen. Die Sprache wird wegen der hohen Zuwanderung aus Lateinamerika zwischen 2025-2050 in zahlreichen Regionen der USA die Hauptsprache werden und Englisch ablösen.

Lateinamerika spielt zwar in der Weltpolitik noch eine untergeordnete Rolle. Aber die europäischen Investitionen in dieser Region sind höher als in Rußland und Indien zusammen. Und das Lebensgefühl in Lateinamerika spricht immer mehr Menschen in besonderer Weise an. Damit ist Spanisch die Zukunftssprache Nr. 1 in der westlichen Welt. Und der lateinamerikanische Subkontinent liegt uns kulturell wesentlich näher als Ostasien und schafft große Nähe - auch gerade im Bereich der Handelsbeziehungen in der Zukunft.

Sie erlernen mit 20h pro Woche über 3 Jahre hinweg mit muttersprachlichen Übersetzern/Dolmetschern die sichere Beherrschung der spanischen Allgemein- und Fachsprache.

Wer wählt Spanisch? Studierende mit ... 

  • 3 Jahre Spanisch als 2. oder 3. (spätbeginnende) Fremdsprache am Gymnasium (Abschluss der Grundstufengrammatik) oder
  • zweisprachige Erziehung oder
  • längerer Auslandsaufenthalt in einem spanischsprechenden Land (z.B. deutsche Auslandsschule) oder
  • soziales Jahr in einem spanischsprechenden Land oder
  • mehrmonatiger Spanisch-Intensivkurs vor Ausbildungsbeginn oder
  • Spanier/Lateinamerikaner mit sehr guten Deutschkenntnissen

Die einzelnen Unterrichtsfächer in der B-Sprache Spanisch entnehmen Sie bitte der Übersicht Stundenverteilung im Download.

Nebensprachen Französisch oder Englisch oder Spanisch (C-Sprache)

Deutsch ist üblicherweise Ihre A-Sprache (muttersprachliche Grundsprache - ersetzbar durch muttersprachliches Englisch oder muttersprachliches Spanisch). Sie wählen neben der Hauptsprache (B-Sprache) auch eine (ausbaufähige) Nebensprache. Als C-Sprache (Nebensprache) können Sie zwischen Englisch, Französisch und Spanisch wählen. Wir stufen Sie auf der Basis Ihrer Vorkenntnisse ein. Spanisch können Sie an der WDS auch von Beginn an (Anfängerunterricht) belegen.

Auch in der Nebensprache beschäftigen Sie sich mit fachbezogener Handels- und Geschäftssprache. Die Sprachpraxis in der C-Sprache umfasst 6-7h wöchentlich über 3 Jahre. 

Fachgebiet Naturwissenschaften

Im Fachgebiet Naturwissenschaften erarbeiten Sie spezialisiertes Fachvokabular zu den Bereichen Astronomie, Geologie, Chemie, Physik und natürlich Biologie und Medizin. Das Fachgebiet bereitet Sie auf Übersetzer- und Dolmetschtätigkeiten für die Pharmaindustrie (Gutachten für Medikamente) und wissenschaftliche Kongresse vor.

Naturwissenschaften kann nur mit der Hauptsprache Englisch belegt werden. 

Fachgebiet Wirtschaft

Das Fachgebiet Wirtschaft deckt einen breiten Bereich des globalisierten Wirtschaftslebens ab. Hier ist ein internationaler Handelsaustausch ohne Fachkenntnisse Wirtschaft kaum noch denkbar. Themengebiete sind insbesondere Geld- und Bankenpolitik, Konjunkturmaßnahmen und Wirtschaftspolitik, mit denen ein zentraler wirtschaftsbezogener Wortschatz erarbeitet wird.

Das Fachgebiet Wirtschaft kann sowohl mit der Hauptsprache Englisch als auch mit der Hauptsprache Spanisch kombiniert werden. 

Fachgebiet Technik

Das Fachgebiet Technik berührt alle Bereiche der exportorientierten Automobilindustrie und des Maschinenbaus. Bau- und Betriebsanleitungen sowie Schulungsunterlagen müssen übersetzt werden, und Dolmetschen assistieren bei der technischen Einweisung in den Gebrauch von Maschinen.

Das Fachgebiet Technik kann an der Fachhochschule Würzburg im Studiengang Fachübersetzen parallel zur WDS belegt werden. Technik ist mit der Hauptsprache Englisch und mit der Hauptsprache Spanisch kombinierbar. 

Durch Kombination von WDS-Ausbildung und Begleitstudium haben Sie die Möglichkeit, sich zwei Fachgebiete zu erarbeiten (Wirtschaft & Technik oder Naturwissenschaften & Technik).

Praktika und Auslandspraktikum

Im Rahmen unserer dreijährigen Ausbildung zum Übersetzer/Dolmetscher können Sie bei Interesse an praxisorientierten Unterrichtsprojekten teilnehmen. Hierzu zählen eine Zusammenarbeit mit der Bundeswehr (Ausbildung von UN-Beobachtern), die Teilnahme an wissenschaftlichen Kongressen und eine Kooperation mit den s.OliverBaskets auf Pressekonferenzen.

Im Rahmen des Begleitstudiums an der Fachhochschule Würzburg absolvieren Sie nach der Staatsprüfung an der WDS zudem ein Pflichtpraktikum im Ausland (20 Wochen).

Angehenden Übersetzern/Dolmetschern der WDS, die nicht an der FH Würzburg eingeschrieben sind (also keinen Studentenstatus besitzen), kann derzeit ein Leonardo-Auslandsstipendium (4-8 Wochen) vermittelt werden. 


Bachelor-Studiengang „Fachübersetzen“

Bachelors of Arts (B.A.) mit wissenschaftlicher Qualifikation werden in Zukunft der neue „Standard“ beruflicher Qualifikation sein. Die WDS trägt dieser Tendenz zur Höherqualifikation Rechnung. Ähnlich wie beim dreisprachigen „B.A. International Business Communication“ für Europasekretäre ESA können wir auch für zweisprachige, staatlich geprüfte Übersetzer/Dolmetscher einen wissenschaftlichen Abschluss anbieten. So werden hochwertige Berufsausbildung und wissenschaftliche Qualifikation weitgehend in einem schulisch-privaten Umfeld kombiniert – perfekt aufeinander abgestimmt und mit vielen Optionen für eigene Schwerpunktsetzungen.

Fachübersetzen ist ein B.A.-Studiengang der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt. Der Studiengang wird von der Fachhochschule Würzburg in enger Abstimmung mit der WDS durchgeführt.

Unsere Ausbildung zum staatlich geprüften Übersetzer an der Fachakademie der WDS wird mit 90 ECTS im FH-Studiengang Fachübersetzen angerechnet. Parallel zur Ausbildung an der WDS werden über 2,5 Jahre an der FH vertiefende Theorie- und Sprachenseminare gegeben, die mit weiteren 30 ECTS bewertet werden. Die Theorieseminare finden in Ferienzeiten als Blockseminare statt und sind perfekt mit dem Stundenplan der WDS abgestimmt. Nach 3 Jahren erwerben Sie an der WDS den Berufsabschluss zum staatlich geprüften Übersetzer/Dolmetscher, der für sich allein schon gute Berufsperspektiven eröffnet. 

Durch ein Zusatzjahr an der FH im Anschluss an die WDS (4. Jahr, 20 Wochen Auslandspraktikum sowie Erstellen der Bachelorarbeit) können Sie als top-up-Option neben dem Berufsabschluss zum staatlich geprüften Übersetzer auch den deutschen B.A.-Abschluss Fachübersetzen (mit einem 2. Fachgebiet) erwerben. 

Neben dieser Kooperation im B.A.-Studiengang Fachübersetzen haben Sie als staatlich geprüfter Übersetzer/Dolmetscher jedoch auch weitere Möglichkeiten zu einem wissenschaftlichen Abschluss im Ausland direkt nach der WDS. Einen Vergleich dieser unterschiedlichen Wege finden Sie hier.

FAQ (frequently asked questions)

Ausbildung ODER Studium

Unsere Übersetzerausbildung ist eine staatlich anerkannte, vollwertige dreijährige Alternative zum Unistudium. Sie setzt Abitur oder einen alternativen anerkannten Abschluss voraus und ist keine 6-monatige top-up-Zusatzausbildung.

Bei uns steht die Sprachpraxis (intensives Fachsprachentraining) anstelle des universitären Theoriebewusstseins im Vordergrund, aber auch über den "dritten Weg" der WDS haben Sie die Möglichkeit, in einem Zusatzjahr (WDS+1) einen akademischen Grad zu erwerben. 

Unsere Antwort ist also kein ENTWEDER ODER, sondern ein SOWOHL ALS AUCH. Verbinden Sie eine an der Berufspraxis orientierte längere Ausbildung mit einem "kurzen" top-up-Bachelor, der Ihnen das notwendige Theoriewissen vermittelt und einen zusätzlichen akademischen Abschluss (Doppelabschluss Ausbildung/Studium) ermöglicht. 

Eignung zum Übersetzer

Formale Voraussetzung sind (Fach-)Abitur oder Ausbildung zum staatlich geprüften Fremdsprachenkorrespondenten.

Wir erwarten weiterhin gute Sprachkenntnisse (Notendurchschnitt 2,5 in den sprachlichen Fächern auf Ihrem Abschlusszeugnis) und die Bereitschaft, sich immer wieder in neue Themenbereiche einzuarbeiten. 

Gute Allgemeinbildung ist bei einem Übersetzer eine weitere wichtige Voraussetzung.

Auch die Persönlichkeit muss zu Ihrem Berufswunsch passen: siehe weiter unten in den FAQ "Alternativen bei Fremdsprachenberufen".

Wahl des Fachgebiets

An der WDS entscheiden Sie sich für ein Fachgebiet. Bei der Hauptsprache Englisch kann dies entweder Wirtschaft oder Naturwissenschaften sein. Bei der Hauptsprache Spanisch ist derzeit nur das Fachgebiet Wirtschaft möglich.

Wenn Sie das Begleitstudium zum Fachübersetzer an der Fachhochschule Würzburg belegen (B.A. Fachübersetzen), erhalten Sie zusätzlich das Fachgebiet Technik. Sie können sich also während Ihrer Zeit an der WDS bereits zwei Fachgebiete auf hohem Niveau erschließen!

Generell kann man sagen, dass Naturwissenschaften konkreter sind, während sich Wirtschaft immer mit interkulturellen Aspekten auseinandersetzen muss (unterschiedliches Wirtschafts- oder Gesundheitssystem in den USA und Deutschland machen die Übersetzung von Begriffen schwieriger). Dafür ist die Nachfrage nach dem Fachgebiet Wirtschaft auf dem Arbeitsmarkt größer.

Option Dolmetschen

Die Ausbildungen zum Übersetzer und Dolmetschen finden über 3 Jahre hinweg gemeinsam statt. Schließlich sind die notwendigen sprachlichen Kenntnisse die gleichen, und im Beruf sind die meisten Übersetzer auch als Dolmetscher tätig (und umgekehrt). So kann es nicht schaden, diese Doppelqualifikation auch während der Ausbildung "mitzunehmen".

Nicht jedem Übersetzer liegt jedoch auch die Rolle als Dolmetscher. Denn als Dolmetscher müssen Sie sprachlich improvisieren, unter hohem Zeitdruck arbeiten, vor vielen Menschen sprechen können und Menschen in Kontakt bringen. Während der Ausbildung an der WDS erleben Sie diese Unterschiede und können vor der Staatsprüfung entscheiden, ob Sie die Doppelprüfung anstreben möchten. 

Die Doppelprüfung Übersetzer/Dolmetscher legen jedes Jahr etwa 50% unseres Absolventenjahrgangs sehr erfolgreich ab. 

Berufsaussichten

Der Markt der Übersetzungen wächst jährlich um 5-10% - und dies wird sich dank der Globalisierung auch nicht grundlegend ändern. Selbst Mittelständler und Kleinunternehmen suchen heute bereits den Zutritt zu ausländischen Märkten, um kostengünstig zu produzieren oder durch größere Produktionsmengen noch konkurrenzfähig zu bleiben. 

Bei genauerem Hinsehen gibt es in diesem globalen Markt eine Reihe wichtiger Tendenzen. Übersetzer werden derzeit händeringend gesucht für Projektmanagement, also das Koordinieren größerer Übersettzungsaufträge. Auch der auf bestimmte Fachgebiete spezialisierte Übersetzer (Technik, audiovisuelles Übersetzen, Medizin, Banken o.ä.) ist gefragt. Global aufgestellte Sprachendienstleister geben den Rhythmus in der Branche vor.

Übersetzer selbst müssen bei umfangreicheren Übersetzungsaufträgen auch in Teams arbeiten können, sich der globalen Konkurrenz stellen (Übersetzungsaufträge werden nach Indien verlagert) und die Entwicklung der Technik mitverfolgen (Tools für Projektmanagement, CAT, Cloud). Insgesamt ist der Beruf des Übersetzers ein sehr dynamischer und moderner Beruf - in dem man dank der Freiberuflichkeit sein eigener Herr ist. 

B.A. Fachübersetzen ODER M.A. Translation

Der B.A. Fachübersetzen (WDS+1) führt Sie in einem Zusatzjahr nach der WDS zum akademischen Abschluss. Vorteil dieser Zusatzqualifizierung ist, dass das Studium an der FH Würzburg parallel zur WDS (nur in Ferienzeiten) zeitlich perfekt abgestimmt stattfindet und kostenlos ist. Mit einem deutschen B.A. können Sie an jeder deutschen Hochschule ein Masterstudium (2 Jahre) beginnen.

Der M.A. Translation (WDS+1) führt Sie ebenfalls in einem Zusatzjahr nach der WDS zum akademischen Abschluss Master. In England und in den USA sind unsere Abschlüsse zum staatlich geprüften Übersetzer nämlich als B.A.-Äqivalent anerkannt und ermöglichen sofort den Einstieg ins Masterstudium (das in England nur 1 Jahr dauert, in den USA 2 Jahre). Stipendien sind überall möglich.

Beide Studienmöglichkeiten werden an der WDS ausführlich vorgestellt, bevor Sie sich entscheiden müssen. Eine jährliche Studienreise nach England gibt Ihnen darüber hinaus die Möglichkeit, sich auch vor Ort genauestens zu erkundigen. 

Zusatzstudium

Eine Zusatzausbildung nach Abschluss der Übersetzerausbildung ist eher selten und nicht zwingend notwendig. Dennoch gibt es interessante Möglichkeiten, den Beruf des Übersetzers durch ein Zusatzstudium aufzuwerten. 

  • Ausbildung zum Patentanwaltsgehilfen (1-2 Jahre, Übersetzer in Patentanwaltskanzleien sind sehr gesucht und hervorragend bezahlt)
  • Jura, BWL (mit einer Übersetzer-/Dolmetscherausbildung sind Sie gerade für Auslandseinsätze prädestiniert)
  • zusätzliche Fachgebiete wie Gerichtsdolmetschen o.ä. (meist Wochenendkurse)

Alternativen bei Fremdsprachenberufen

Ein Fremdsprachenberuf muss auch zu Ihrer Persönlichkeit passen. Schließlich wollen Sie nicht nur eine Ausbildung/Studium von 2-3 Jahren absolvieren, um sprachlich perfekt zu sein, sondern auch 20-30 Jahre in Ihrem Beruf Glück und Zufriedenheit finden. Passt die Ausbildung zum Übersetzer zu Ihnen?

Übersetzer
Freude an einer Arbeit am PC, an hoher sprachlicher Tiefe, an der Erschließung neuer Fachgebiete, an Internetrecherche, an Freiberuflichkeit

Europasekretär ESA
Freude an Organisation und Management, an intensiver Arbeit mit Menschen, an einer Arbeit mit vielen Sprachen (Geschäftskorrespondenz), an Festanstellung

Fremdsprachenkorrespondent
Freude an Verwaltung und Sachbearbeitung (Zollpapiere, Auslandsmessen), an einem schnellen Berufsabschluss (1-2 Jahre), an Festanstellung in international ausgerichteten Unternehmen, an einer Arbeit im Team von Sachbearbeitern

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